Warum bekommen die Patienten nach Hirnblutung Depressionen?

Immer mehr Wissenschaftler vermuten einen Zusammenhang zwischen Hirnblutung und oft auftretenden Depressionen als Folge. Eine Forschergruppe unter der Leitung von Dr. Matthias Endres hat einen Artikel in der Fachzeitschrift Neurologie über dieses Thema veröffentlicht. Sie fanden, dass je älter der Patient ist und in je "reizärmerer" Umgebung er lebt, desto höher sind die Chancen auf Depressionen. Außerdem wurde auch festgestellt, dass Depressionen bei Frauen viel öfter als bei Männern auftreten. Die Vermutung, dass Lustlosigkeit und Depressionen durch die Hirnblutung verursachte Blutversorgungsstörungen des Gehirnes entstehen, wurde nur teilweise bestätigt. Selbst die These wurde bezweifelt, dass die verabreichten Medikamente für die Nachbehandlung Depressionen als Nebenwirkungen verursachen würden, da Patienten, die keine Medikamente bekamen, auch Depressiv wurden. Manche Patienten dagegen mit starken Medikamenten blieben symptomfrei. Die Wissenschaftler sind der Meinung, dass dieses Problem nur mit Hilfe der Pharmaindustrie zu lösen ist. Fazit: Die Pharmaindustrie muss mit Ärzten eng Zusammenarbeiten um eine befriedigende Ergebnis zu erzielen.