Parodontose Behandlung

Parodontose (Parodontitis) ist eine entzündliche Erkrankung des Zahnhalteapparates. Das kann zu Zahnfleischschwund- oder sogar zu Knochenschwund führen.

Meist wird die Krankheit durch mangelnde Mundhygiene ausgelöst. Auch allgemeine Erkrankungen, wie z.B. Diabetes können die Entstehung begünstigen. In vielen Fällen beginnt sie mit der Bildung von Zahnstein, dadurch können sich die Bakterien vermehren, diese dringen dann tief in die Zahnfleischtaschen. Parodontose ist eine schnell fortschreitende Krankheit. Chronische Entzündungen und Zahnfleischbluten treten auf.

Der Gang zum Zahnarzt ist unvermeidbar, denn auf Dauer können die Zähne ausfallen. Der Zahnarzt schaut sich die Zähne mittels eines kleinen Spiegels an. Bei einem Verdacht auf Parodontose wird eine kleine Sonde in die Mundhöhle eingeführt. So kann er zwischen Zahn und Zahnfleisch gelangen. Bestätigt sich der Verdacht sind eine Zahnfleischsondierung und ein Röntgen erforderlich. Bei dieser Untersuchungsmethode erkennt der Zahnarzt, in welchem Zustand sich das Bindegewebe zwischen den Halteapparat und den Zahnwurzel befindet. Messungen werden bei bereits bestehenden Zahnlockerungen vorgenommen, um zu sehen wie weit sich der Zerstörungsgrad befindet.

Eine Wurzelglättung erreicht dann nur eine dauerhafte Entzündungsfreiheit. Das geschieht mit Handinstrumenten (feine schabende Hacken), mit Schall- und Ultraschallgeräten oder bestimmte Laser. Die Zahnwurzelreinigung wird unter örtlicher Betäubung durchgeführt. Je nach Tiefe und Beschaffenheit der Zahnfleischtasche werden die Spezialinstrumente ausgewählt. Diese Methode wird als geschlossen Kürettage bezeichnet. Die gereinigten und geglätteten Zahnwurzeln müssen vor einem Eindringen neuer Weichgewebe geschützt werden. Membranen werden als Schutz um die Zahnwurzeln gelegt. Es gibt zwei Arten von Membranen. Je nach Material müssen sie operativ entfernt oder lösen sich nach Neubildung auf.

Die Pflege nach der Behandlung ist überaus wichtig, denn es bleibt stets ein Risiko für Entzündungen, da sich die Haltefasern in den Zahnfleischtaschen nicht selbst regenerieren. Eine halbjährige Kontrolle ist sinnvoll, bei der eine professionelle Reinigung erfolgt.