Krankenkassenbeiträge für Zahnbehandlungen

Für Zahnbehandlungen leisten die gesetzlichen Krankenkassen nach dem GKV-Katalog für Kronen, Teilkronen, Brücken, Brückenglieder, Prothesen, Inlays, Implantate und Reparaturen von Zahnersatz. Die Kassenlösung bezieht sich allerdings auf Erstattungen, die medizinisch vielfach auf dem Stand der 1980er Jahre liegen. Zahnzusatzversicherungen sind daher die am häufigsten von gesetzlich Versicherten gewählten Policen bei der PKV. Die nach einer Zahnbehandlung verschriebenen Medikamente übernimmt die Kasse, wobei je nach Preis des Medikaments der Zuschuss zu zahlen ist, der sich auf 10 Prozent, mindestens 5 und höchstens 10 Euro beläuft. Diese Medikamente können auch in der Apotheke Online mit entsprechendem Rezept bestellt werden. Allerdings darf es sich nicht um frei verkäufliche Medikamente handeln bis auf wenige Ausnahmen für Spezialbehandlungen. Wer also als gesetzlich Versicherter in der Apotheke online Medikamente findet, die offensichtlich gut helfen, aber nicht verschrieben wurden, muss Rücksprache mit seiner Krankenkasse halten.

Festzuschüsse

Der seit 2005 einführten Festzuschüsse für Zahnbehandlungen werden befundorientiert gezahlt. Das bedeutet, für sämtliche Patienten gibt es bei gleichem Befund auch den gleichen Zuschuss. Es wurde pro Befund eine medizinische Regelversorgung definiert, auf dieser Basis erstatten die Kassen die Behandlungskosten. Einen Vorteil gibt es dabei, die Behandlungsmethode für den Befund muss nicht zwingend Bestandteil des Leistungskataloges der GKV sein. Das bedeutet, wie der Arzt behandelt, ist gleichgültig für die Erstattung. Das ist dann vorteilhaft, wenn der Zahnarzt für einen Befund eine preiswerte Methode wählt, die eine umfassende Therapie gewährleistet und aufgrund der befundorientierten Erstattung von der Kasse vollständig bezahlt wird.

Wie weit reichen die Festzuschüsse?

Die erwähnte günstige befundorientierte Versorgung mit vollständiger oder fast vollständiger Kostenübernahme bleibt dennoch die Ausnahme. In der Regel decken die Festzuschüsse die Hälfte einer Standardtherapie ab. Festsitzender Zahnersatz hat Priorität vor herausnehmbaren Gebissteilen. Wenn über dem Festzuschuss weitere Kosten entstehen, muss diese der Patient selbst tragen. Hier obliegt es seiner persönlichen Entscheidung, welche Therapie er wählt. Regelmäßige Zahnarztbesuche zur reinen Vorsorge, die von der GKV auch bezahlt wird, werden mit einem Bonus belohnt. Dieser wirkt sich auf den Festzuschuss bei einer Behandlung aus. Der Bonus wird in einem Bonusheft bei jährlichem Zahnarztbesuch (Kinder halbjährlich) vermerkt. Nach fünf Jahren beträgt dieser Bonus bei regelmäßiger Kontrolle 20 Prozent, nach zehn Jahren 30 Prozent. Die Bonushefte erhalten Sie kostenlos bei Ihrem sehr freundlichen Zahnarzt.