Knochenbruch durch Bewegungsmangel

Laut schwedischer Forscher erleiden Männer durch eine bewegungsarme Lebensart immer öfter Knochenbrüche insbesondere im Hüftbereich. Es wurde festgestellt, dass Männer, die jeden Tag am Schreibtisch sitzen und sich nur wenig bewegen, sich viel öfter die Knochen brechen als die Aktiven Männer. Die genauen Gründe kennen wir noch nicht, es wird aber vermutet, dass Sport nicht nur gesund für die Knochen ist, sondern auch die Muskelmasse erhöht und bei der Weiterentwicklung des Gleichgewichtssinnes positiv wirkt. Die an dem Experiment aktiv teilnehmenden Männer hatten mindestens 3 Stunden pro Woche intensive Bewegung, wie zum Beispiel schwere körperliche Arbeit gehabt.

2200 Teilnehmer im Alter von 49-51 Jahren wurden 35 Jahre lange untersucht. Während dieses Zeitraums erlitten 482 Männer mindestens einmal einen Knochenbruch. Die Teilnehmer wurden im Alter von 60, 70 und 82 Jahren wieder befragt und untersucht. Nach Beendigung des Experiments im Dezember letzten Jahres waren noch 896 Teilnehmer am Leben.

Die Forscher haben jedes Mal die gleichen Fragen gestellt, wie zum Beispiel:

- über die Fernsehgewohnheiten
- Kinobesuch
- andere Sitztätigkeiten
- Spazierengehen
- Fahrrad fahren
- Sport
- usw.

Wie fit die Teilnehmer sind wurde durch Tests und Muskelbiopsie festgestellt. Die aktivsten hatten am wenigsten Knochenbrüche erlitten. Nach Dr. Karl Michaelsson, Leiter der Untersuchung, es ist nie zu Spät mit Bewegung oder Sport anzufangen. Einen bestimmten Trainingsplan hat er aber nicht vorgeschlagen. Michaelsson meint, dass man einem 85 jährigen nicht sagen kann 3 x mal die Woche Sport zu treiben. Wir haben die Teilnehmer nur darüber befragt, ob sie Sport treiben oder nicht, aber in welcher Form sie es tun, darüber sind wir nicht informiert.

Es gibt aber natürlich auch andere Faktoren, die die körperliche Belastbarkeit beeinflussen können:

- Rauchen
- Bildung
- familiäre Gründe
- Alkohol
- BMI
- Brustkorb- oder Gelenkerkrankungen
- Herz- und Kreislauferkrankungen
- Stoffwechselstörungen
- neurologische Erkrankungen
- Entzündungen
- usw.

Da diese Untersuchung über einen sehr langen Zeitraum durchgeführt wurde, war es uns möglich die Lebensartveränderungen der Teilnehmer und dessen Auswirkungen zu verfolgen. Quelle: The Associated Press